Medizinische Bildgebungsverfahren erfüllen nicht nur die Aufgabe, diagnostische Fragestellungen zu beantworten, sondern sie sind auch Basis für den gezielten Einsatz von Therapieverfahren bzw. bildgestützte interventionelle Interaktionen im menschlichen Körper. Moderne bildgebende Verfahren sind geeignet, die Notwendigkeit invasiver diagnostischer Prozeduren zu reduzieren und sie teilweise sogar zu ersetzen. Die Verbindung von bildgebenden Technologien hoher Spezifität (PET, SPECT) mit Technologien hoher anatomischer Auflösung (CT, MRT) eröffnet nicht nur deutlich verbesserte Möglichkeiten zur Diagnose und Therapie von Tumoren, sondern bereitet auch den Weg in die junge Wissenschaft der molekularen Bildgebung, von der große technologische und medizinische Fortschritte erwartet werden.
Die medizinische Bildgebung integriert Technologien, die in der Region Berlin-Brandenburg ein beträchtliches Potenzial haben: Informatik, Optik, Molekularbiologie, Biochemie, Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie. Sie ermöglicht eine frühzeitige Diagnose lebensbedrohlicher und volkswirtschaftlich relevanter Erkrankungen wie Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt und ist deshalb einer der 4 Schwerpunkte im Handlungsfeld Medizintechnik innerhalb des Masterplanes Gesundheitswirtschaft der Region.
Mit Netzwerken und Verbundprojekten werden die Potenziale noch stärker für die Region genutzt. Das Imaging Netzwerk Berlin INB führt seit Ende 2006 die regionalen Akteure aus Wissenschaft, Klinik und Unternehmen im Bereich Bildgebung und Bildverarbeitung zusammen. Auch große, international agierende Unternehmen engagieren sich im INB, um das herausragende Potenzial insbesondere in der kardiologischen und neurologischen Bildgebung zu nutzen. Betrachtet man die regionale Entwicklung der Medizintechnik in den letzten 5 Jahren, wird das große Wirtschaftspotenzial deutlich. In diesem Zeitraum haben sich in der Region 70 neue Unternehmen angesiedelt und es entstanden 1.200 neue Arbeitsplätze.
Wir laden Sie in diesem anregenden Umfeld zum interdisziplinären Dialog zwischen Klinik, Wissenschaft und Wirtschaft ein und freuen uns auf Sie.
Dr. Helmut Kunze, TSB Medici
Dr. Marion Haß, IHK Berlin



