26. Januar 2010

Neue Hightech-Geräte in der Radiologie und Neuroradiologie des Vivantes Klinikum Neukölln – Förderungen aus Konjunkturpaket II

Veränderungen an kleinsten Gefäßen, zum Beispiel im Gehirn, machen die neuen Angiographieanlagen des Vivantes Klinikum Neukölln sichtbar und können so sogar Operationen überflüssig machen. Genauere dreidimensionale Bilder, modernste Kathetertechnologie und Mikromaterialien erlauben es, bestimmte Gefäßerkrankungen gezielt zu behandeln – unter bestimmten Voraussetzungen oft ohne OP. Diese und eine Reihe weiterer komplexer interventioneller Therapien und multimodaler Diagnostik von Tumorerkrankungen des Gehirns, des Rückenmarkes, der Leber und anderer Organe bietet das Vivantes Klinikum Neukölln ab sofort an.

Heute weiht das mit rund 1.100 Betten größte Krankenhaus von Vivantes die um- und ausgebaute Neuroradiologie sowie Radiologie und Interventionelle Therapie ein. Das Teuerste am An- und Umbau der Neuköllner Institute sind die vier medizinischen Großgeräte der neusten Generation, die diese neuen Behandlungen möglich machen: Der 1,5 Tesla Magnetresonanztomograph sowie die biplane und die monoplane Angiographieanlage werden mit knapp 3,0 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Außerdem hat Vivantes einen ultraschnellen 128-Zeilen-Computertomographen angeschafft. Dieses Gerät kann unter anderem die Herzkranzgefäße schonend in so hoher Präzision abbilden, dass ein Teil der Herzkatheteruntersuchungen dadurch ersetzt werden kann.

„Nur mit Hightech-Ausstattung können wir unseren Patienten die heute bestmögliche Diagnostik und Behandlung bieten“, erklären Prof. Dr. Thomas Albrecht, Institutsleiter der Radiologie und Interventionellen Therapie, und Dr. Alexander Bock, Institutsleiter der klinischen und interventionellen Neuroradiologie, übereinstimmend. Da es am Vivantes Klinikum Neukölln ein Medizinisches Versorgungszentrum gibt, stehen die neuen Geräte neben stationären Patienten auch ambulanten Kassenpatienten zur Verfügung.

Der Um- und Anbau hat ein Jahr gedauert. In dieser Zeit lief die Patientenversorgung ohne Einschränkungen weiter. Die Gesamtkosten für Bau und Medizintechnik betragen fast 6,5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurden in beiden Instituten rund 100.000 Untersuchungen und über 1000 Katheterinterventionen durchgeführt. Künftig steigen die Patientenzahlen wohl weiter an – nicht nur aufgrund des Umbaus, sondern auch, weil es keine zweite Neuroradiologie in Berlin gibt, die derart konzentriert ist. Das Institut für Neuroradiologie wurde seit Ende 2008 neu aufgebaut. Nicht nur Patienten im Vivantes Klinikum Neukölln profitieren von den Neuerungen. Standortübergreifend arbeitet das Institut für Neuroradiologie mit den anderen Krankenhäusern im Vivantes-Konzern zusammen.

Insgesamt liegen dem Konzern Vivantes für Medizintechnik und Krankenbetten für 2009 und 2010 Fördermittelbescheide des Konjunkturpaketes II in Höhe von knapp 6,5 Millionen Euro vor. Neben Großgeräten und neuen Betten beschafft Vivantes davon vor allem OP-Technik.