30. Juni 2008

Medizinische Bildgebung ist Schlüsseltechnologie

Berlin strebt führende Rolle beim Molecular Imaging an

„Der Blick des Verstandes schärft sich, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert“. Mit diesem Platon-Zitat brachte Prof. Dr. D. Ganten, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin in seinem Grußwort auf den Punkt, warum medizinische Bildgebung in heutiger Zeit von so tiefgreifender Bedeutung ist. Je mehr sich Diagnostik und Therapie in der Vergangenheit verfeinern konnten, umso mehr möchte man heute immer optimiertere Einblicke erhalten in körperliche Funktionen von Krankheitsprozessen oder zur Erfolgskontrolle nach Einsatz bestimmter Therapien. Es gibt derzeit nur wenige medizinische Disziplinen, die sich so rasant weiterentwickeln wie die Medizintechnik und speziell die medizinische Bildgebung mittels MR-Imaging. Vor allem auch die noch sehr junge molekulare Bildgebung gilt als zentraler Hoffnungsträger. Dr. Helmut Kunze, Leiter von TSB Medici, betonte, Berlin müsse diese Stärke des Medical Imaging im Rahmen der Gesundheitswirtschaft weiterhin ausbauen, so besonders auf den Gebieten der kardiologischen und neurologischen Bildgebung.

Der in der Charité, Campus Virchow-Klinikum, veranstaltete 22. Treffpunkt Medizintechnik mit dem Thema „Fortschritte in der medizinischen Bildgebung“ wurde von 248 Teilnehmern besucht. Veranstaltet wurde der Treffpunkt Medizintechnik von der der TSB-Initiative TSB Medici in Zusammenarbeit mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der IHK Berlin. Eine Messe mit 46 Postern und Ausstellungsständen namhafter wissenschaftlicher Institute, Medizintechnikhersteller und Dienstleister bot einen umfassenden Überblick über derzeitige Geräte- und Verfahrensentwicklungen sowie Zukunftstrends im Bereich Medical Imaging. Beispielhaft seien genannt: DFG-Forschungszentrum MATHEON, GEYER GRUPPE, ipal Gesellschaft für Patentverwertung Berlin, Imaging Netzwerk Berlin, INVIVO Germany, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Kompetenznetz Angeborene Herzfehler, MEOCLINIC, Medizintechniknetzwerk Berlin-Brandenburg, TRUMPF Medizin Systeme, Universitätsklinik Heidelberg, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V.

Gern gesehene und regelmäßige Besucher des „Treffpunkt Medizintechnik“ sind auch die Studierenden des OSZ Informations- und Medizintechnik Berlin. Sie haben hier die Möglichkeit, neueste Entwicklungen ihres künftigen Berufsumfeldes und potenzielle Arbeitgeber kennen zu lernen und erleben hautnah, wie wichtig und fruchtbar der Technologietransfer zischen Wissenschaft und Wirtschaft ist.

Die große Anzahl an Vortragsmeldungen, die den Rahmen dieser eintägigen Veranstaltung sprengte und zu einer Auswahl zwang, sowie das hohe Publikumsinteresse zeigten, dass dieses Veranstaltungsformat die Bedürfnisse der Medizin und Medizintechnik der Region trifft und überregionale Ausstrahlung hat. Gleichzeitig verdeutlicht dieser Zuspruch die hohe Relevanz, die das Thema medizinische Bildgebung für die Wissenschaft und Industrie besitzt. Ein Bericht zu einigen der insgesamt 17 Vorträge ist nachzulesen in der Ausgabe 3/2008 der TSB Medici News, die Ende Juni als Printversion bzw. online erschienen ist.

Quelle/Autor: TSB Medici

Am Gemeinschaftsstand des Medizintechniknetzwerkes Berlin-Brandenburg medtecnet-BB (Foto: Medipool)

Am Gemeinschaftsstand des Medizintechniknetzwerkes Berlin-Brandenburg medtecnet-BB (Foto: Medipool)

Das junge Unternehmen Shiva Medicare präsentierte ergänzend zu den Ausstellern im Foyer eine mobile Lösung für MRT und Diagnostik. (Foto: Medipool)

Das junge Unternehmen Shiva Medicare präsentierte ergänzend zu den Ausstellern im Foyer eine mobile Lösung für MRT und Diagnostik. (Foto: Medipool)